KORSCHENBROICH, 9. Oktober 2026. Sechs Plauderbänke stehen jetzt im Stadtgebiet, verteilt auf alle Ortsteile. Die Stadt bezeichnet sie als dekorative Außenmöbel, die zum Ausruhen und zum ungezwungenen Austausch einladen. Für Geschäfte, Praxen und Gastronomie im Ortskern ist das mehr als eine Sozialmeldung, denn Sitzgelegenheiten gehören zu den Faktoren, die den Einkaufsweg verlängern oder verkürzen.
Diese Standorte sollten Sie kennen
- Korschenbroich: Jane-Adams-Weg, bereits seit November 2024
- Kleinenbroich: Dietrich-Bonhoeffer-Straße, gegenüber Haus Timon
- Herrenshoff: Spielplatz An den drei Steinen
- Glehn, Liedberg und Pesch: jeweils am Friedhofseingang
Die erste Bank hatte die Seniorenbeauftragte Petra Köhnen angeschafft. Die neu aufgestellten Bänke wurden von der Dorfgemeinschaft Pesch und von Karl-Heinz Reipen finanziert, einem privaten Spender, der in Pesch geboren wurde und heute in Neuseeland lebt.
Warum eine Bank Ihren Umsatz berührt
Wer sitzen kann, bleibt. Das gilt vor allem für ältere Kundschaft, für Menschen mit Gehhilfe und für Eltern mit kleinen Kindern. Für diese Gruppen entscheidet die Frage, ob auf dem Weg eine Pause möglich ist, häufig darüber, ob zwei oder nur ein Geschäft angesteuert werden. Sozialamtsleiter Martin Kragl nennt die Bänke einen Baustein gegen Einsamkeit, der zu neuen gemeinsamen Aktivitäten anregen soll. Genau diese Aktivitäten enden oft im Café, in der Bäckerei oder beim Mittagstisch.
Was Sie konkret tun können
- Weg mitdenken: Prüfen Sie, ob die Bank in Ihrer Nähe auf dem Weg zu Ihrem Eingang liegt, und nennen Sie sie bei Wegbeschreibungen am Telefon.
- Hinweis am Eingang: Ein kurzer Aushang im Schaufenster, dass die nächste Sitzgelegenheit in Sichtweite ist, hilft Kundschaft, die Strecken vorab plant.
- Umfeld sauber halten: Eine Bank, die im Laub oder zwischen Zigarettenresten steht, wird nicht genutzt. Das Umfeld vor der eigenen Tür liegt in Ihrer Hand.
- Eigene Idee anmelden: Die Finanzierung zeigt, dass Bürgerschaft und Dorfgemeinschaften solche Anschaffungen tragen können. Wenn Sie eine Bank, einen Fahrradbügel oder einen Pflanzkübel an einer bestimmten Stelle sinnvoll finden, sprechen Sie das Sozialamt oder die Seniorenbeauftragte der Stadt an.
- Gastronomie: Eine Bank in der Nähe kann Wartezeit überbrücken. Wer Außenplätze knapp hat, kann Gäste bei Bedarf dorthin verweisen, statt sie wegzuschicken.
Einordnung
Bürgermeister Marc Venten verweist darauf, dass das Plaudern im Rheinland tief verwurzelt sei. Aus Sicht des Handels ist die Botschaft nüchterner: Aufenthaltsqualität entsteht aus vielen kleinen Dingen, und Sitzgelegenheiten sind eines davon. Sechs Bänke lösen kein Erreichbarkeitsproblem, sie machen aber sichtbar, dass Verbesserungen im öffentlichen Raum auch von unten angestoßen werden können.
Quelle
Die vollständige Meldung lesen Sie unter Bitte Platz nehmen auf der Plauderbank.
Quelle: Stadt Korschenbroich
